Mauretanien - Urlaub, Reisen, Sehenswürdigkeiten

Mauretanien

Das im Vergleich zu Deutschland drei Mal so große Mauretanien mit der Hauptstadt Nouakchott ist Rückzugsgebiet für insgesamt 3,2 Millionen Einwohner. Das Bindeglied zwischen dem schwarzen Afrika und dem arabisch-berberischen Norden wird von den Nachbarstaaten Algerien, Mali und Senegal eingegrenzt. Im Westen bildet der Atlantik die natürliche Grenze des Landes. Im Nordwesten liegt das von Marokko besetzte West-Sahara. Mauretanien ist, von den insgesamt drei Bergmassiven und dem Senegal-Tal abgesehen, ein riesiges Wüstengebiet. Das Leben und die Landwirtschaft der Bevölkerung werden durch voranschreitende weitere Ausbreitung der Wüstengebiete der Sahara dowie der Sahelzone um etwa 6 Kilometer pro Jahr immer schwieriger.

Mauretanien - Klima

Lediglich an den Küsten mildert sich das Klima auf etwas angenehmere Temperaturen ab. Im Landesinneren herrschen ganzjährig Temperaturen von mehr als 22 Grad, wobei 50 Grad keineswegs selten sind. Die Savannen, die das Land durchziehen, sind Heimat von Antilopen, Elefanten, Löwen und anderen Tieren. Dennoch kann man die Pflanzen- und Tierwelt des Landes, im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten, nicht als üppig bezeichnen.

Mauretanien: Spannungen durch viele ethnische Gruppen

In dem heißen Wüstenstaat treffen an den unterschiedlichsten Stellen arabisch-berberische und schwarzafrikanische Volksgruppen aufeinander und sorgen immer wieder für Spannungen, die nahezu ausschließlich friedlich abgebaut werden. Dadurch hat sich in dem Land, ungeachtet der vielen sozialen Probleme die alle Menschen gleichermaßen treffen, eine großartige Kultur entwickeln können.

Urlaub in Mauretanien

Als Urlaubsland ist Mauretanien allerdings nur sehr eingeschränkt geeignet, da es in den vergangenen Jahren leider immer wieder auch zu Entführungen gekommen ist. Viele Gebiete des Landes, darunter die gesamte Sahara, sollten Reisende komplett meiden. Aber selbst bei Reisen in angeblich sichere Städte ist unbedingte Vorsicht angesagt. Es ist zu empfehlen, sich vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Sicherheitslage im Land zu informieren und im Zweifel eine geplante Reise auch kurzfristig abzusagen.

Wirtschaft und Verkehr

Der Abbau von Eisenerz ist der wichtigste industrielle Bereich des Landes. Die von einer Mine im Norden des Landes quer durch die Sahara zur Hafenstadt Nouadhibou führende Eisenbahnlinie gilt als die wichtigste Verkehrsverbindung des Landes. Für lange Zeit war der hier, von bis zu vier Lokomotiven, gezogene Zug mit mehr als 200 Waggons der schwerste und längste der Welt.