Somalia - Urlaub, Reisen, Sehenswürdigkeiten

Somalia

Am Indischen Ozean in Ostafrika liegt Somalia. Seit Ende der 80er-Jahre befindet sich das Land in einem anhaltenden Bürgerkrieg und ist größtenteils in Anarchie versunken. Derzeit rät das Auswärtige Amt dringend von Reisen nach Somalia ab. Dennoch sollte man sich über das Land informieren, welches vor der Zeit des Bürgerkriegs ein durchaus beachtenswertes touristisches Potenzial besaß. Speziell die Hauptstadt Mogadischu ist grundsätzlich ein Highlight, denn sie wird nicht umsonst Perle Ostafrikas genannt.

Das Land wird allein gelassen

Das Land ist inzwischen weitestgehend aus den Nachrichten verschwunden. Gelegentlich hört man noch etwas über Schiffsentführungen oder Angriffe somalischer Seepiraten, ansonsten wird nur noch selten und wenig über Somalia berichtet. Derzeit kommt es in allen Landesteilen von Somalia immer wieder zu Kämpfen und Schießereien zwischen verschiedenen Milizen oder verfeindeten Clans, bzw. zwischen allen gleichzeitig. Alle bisherigen Versuche der verschiedenen internationalen Gemeinschaften und Organisationen sind ergebnislos geblieben. Auch von den an einer Deeskalation interessierten Nachbarstaaten (neben Dschibuti) Kenia und Äthiopien, um das Land zu befrieden, oder zumindest einen Waffenstillstand zu erreichen, ist nichts mehr zu hören. Nachdem sämtliche Versuche einer Beruhigung der Situation von Außen als gescheitert angesehen werden müssen, sind die Probleme Somalias aus den Augen der Weltöffentlichkeit verschwunden.

1991 wurde der somalische Diktator Siad Barre gestürzt. Seitdem sind sämtliche Versuche eine funktionierende Regierung zu etablieren, erfolglos geblieben. Inzwischen wird das Land von diversen Milizen, Clanchefs und Kriegsherren kontrolliert, die sich untereinander immer wieder blutige Auseinandersetzungen liefern. Das von der internationalen Gemeinschaft anerkannte Übergangsparlament wählte 2009 im Januar Sharif Sheikh Ahmed als neuen Präsidenten des zerfallenen Staates. Der Einfluss dieser neuen und anerkannten Regierung beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf Mogadischu.

Anarchie aller Orten

Das im Norden gelegene Somaliland gilt nach wie vor als eigener Staat, ist jedoch international nicht anerkannt. Mit Puntland, ein nordöstlicher Teil von Somalia, verhält es sich ähnlich. In Puntland wurde zwar kein eigener Staat ausgerufen, allerdings hat man es 1998 zum autonomen Gebiet erklärt. In beiden Regionen, Puntland und Somaliland, herrscht weitestgehend Anarchie. Für das gesamte Staatsgebiet, inklusive der beiden abtrünnigen Regionen, kann man derzeit nur von einer Afrika-Reise dorthin abraten.