Afrika-Rundreise La Reunion La Reunion: Sehenswürdigkeiten
La Reunion: Sehenswürdigkeiten

La Reunion: Sehenswürdigkeiten

von Redaktion

Die Insel La Reunion ist flächenmäßig so groß wie das Saarland, als viertkleinstes Bundesland, dennoch bietet sie eine Reiche Fülle an Sehenswürdigkeiten, für deren Erkundung ein Urlaubsaufenthalt wahrscheinlich nicht ausreicht. Von der faszinierenden Vulkanlandschaft mit ihren feurigen Hauptdarstellern Piton de la Fournaise und Piton des Neiges bis zu den Städten mit beeindruckenden kreolischen Bauten, Tempeln, Moscheen, den großen und kleinen Landgütern sowie den verführerischen Gärten für alle Sinne, gibt es viel zu entdecken.

Highlights der Vulkanlandschaft/Nationalpark La Reunion

Der Nationalpark La Reunion wurde zum Schutz der einheimischen Flora und Fauna gegründet und ist das Herzstück der Insel. Er umfasst etwa 42% der Inselfläche (100.000 Hektar) und schließt den Vulkan Piton des Neiges mit seinen Talkesseln, den Piton de la Fournaise und die Hochebenen mit ein, die zusammen seit 2010 zum UNESCO Weltnaturerbe gehören.

Piton de la Fournaise

Der Vulkan Piton de la Fournaise auf La ReunionAlle wollen zu ihm hinauf. Der lavaspeiende Vulkanberg, der vor 500.000 Jahren entstanden ist und sich in einer Höhe von 2.634 Metern präsentiert, ist die absolute Sensation auf der Insel, zu der viele Wege führen. Eindrucksvolle und atemberaubende Bilder, welche die vergangene und andauernde Vulkantätigkeit belegen, werden den Besuchern am Vulkan in Hülle und Fülle geboten. Farne und Sträucher gedeihen hier auf den Böden, die von erkalteter Lava durchzogen sind. Den größten Krater des Vulkans, der sein Aussehen mit jedem neuen Vulkanausbruch verändert, können Interessierte auf dem Gebiet Enclos Fouqué bestaunen, das auch einen interessanten Naturlehrpfad bietet.

Plaine des Sables

Die Mondlandschaft Plaine des Sables liegt auf einer Hochebene, 2.260 m über dem Meeresspiegel und auf dem Weg zum Piton de la Fournaise. Hier kommt jeder vorbei und hält inne vor der schwarz-rötlichen, trockenen und einsamen Weite, die aus vulkanischen Schlacken entstanden ist.

Piton des Neiges

Vor 3 Millionen Jahren durch Hotspot entstanden, thront der Piton des Neiges nicht nur als höchster Gipfel auf der Insel La Reunion, er gilt auch als höchster Berg im Indischen Ozean. Der erloschene Vulkan im Zentrum der Insel hat nahezu ein Drittel der gesamten Insel erschaffen. Er wird im Volksmund auch „Schneespitze“ genannt, obwohl er nur selten mit Schnee bedeckt ist, selbst wenn die Temperaturen sehr kalt sein können. Der Aufstieg zum Geburtsberg der Insel ist über die Talkessel Cilaos und Salazie oder von der Hochebene Plaine des Cafres möglich. Die Aussicht vom höchsten Punkt eröffnet einen Panoramablick über die gesamte Insel und den Indischen Ozean.

Talkessel Cilaos

Im Zentrum der Insel liegt der Talkessel Cilaos, als einer von dreien, die der Urberg hervorgebracht hat. Da er sich an der Südseite des Piton des Neiges befindet, ist er gleichzeitig der sonnigste der drei Talkessel, was ihn zu einem idealen Weinanbaugebiet macht. Enge Schluchten teilen die Landschaft in verschieden hohe Plateaus mit kleinen malerischen Dörfern wie Ilet à Cordes, Bras Sec oder Palmiste Rouge. Zahlreiche kleine Berggipfel, darunter Bonnet de Prêtre, Piton de Sucre und Morne de Gueule Rouge bilden das innere Relief des Talkessels.

Die gleichnamige Gemeinde Cilaos, auch gerne als Charmonix der Tropen bezeichnet, ist das touristische Kernstück des Talkessels. Hier finden sich die Wanderer, Kletterer und Canyoning-Fans aus aller Welt ein, um die Bergwelt von La Reunion zu erkunden oder den Piton des Neiges zu erklimmen. Der idyllische Kurort ist auch für seine wohltuenden  Thermalquellen und hochwertige Stickereien bekannt. Über die „Straße der 400 Kurven“, die schon für sich allein ein unvergessliches Erlebnis ist, kann der Talkessel von Saint-Louis mit Auto oder Bus erreicht werden. Wer lieber wandert, ist auf dem Weg zum Piton des Neiges oder aus Richtung Mafate auf dem Pass Col du Taïbit richtig.

Talkessel Mafaete

Umschlossen von den Gebirgskämmen Maïdo, Roche Ecrite, Cap Noir ist der Talkessel Mafaete nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen. Früher suchten geflohene Sklaven an diesem abgeschiedenen Ort Zuflucht, heute umfasst er die Gemeindegebiete Possession und Saint-Paul. Die schwere Zugänglichkeit macht ihn aber auch zu einem unberührten Landschaftsjuwel mit besonders guter und abgasfreier Luft. Wälder, Schluchten, Wasserfälle und steile Felswände bieten sich den Besuchern, die an einem unwirklich schönen Ort zu sein scheinen. Zahlreiche Wanderwege führen in das Zentrum von Mafaete, deren Startpunkte z.B. in Rivière des Galets, Maïdo, Dos-D’âne, Taïbit (Cilaos) und am Col des Bœufs (Salazie) liegen.

Piton Maïdo

Zu den beliebten und höchsten Gipfeln gleich nach dem Piton de la Fournaise und dem Piton des Neiges zählt der Piton Maïdo, der eine Höhe von 2.190 m erreicht. Er liegt auf den Höhen hinter Saint-Paul und ist über eine Serpentinenstraße zu erreichen. Wer hier oben angekommen ist, genießt einen unvergesslichen Panoramablick über den Cirque de Mafate und die Westküste. Viele Wanderwege, die von Saint-Paul ausgehen, führen durch die bezaubernde Landschaft.

Talkessel Salazie

Talkessel Salazie La Reunion Im Nordosten der Insel wartet der dritte Talkessel Salazie, der nicht nur unvergleichlich grün, sondern auch sehr leicht zugänglich ist. Das feuchte Klima beschert ihm eine üppige Vegetation, zudem finden sich spektakuläre Wasserfälle und hohe Felswände. Von Salazie bieten sich zahlreiche Wanderungen, auch nach Mafaete und Cilaos, an.

Das kreolische Dorf Hell-Bourg gilt als einer der schönsten Dörfer Frankreichs und verfügt über Thermalquellen. Von hier aus starten die schönsten Touren zum Märchenwald Forêt de Bélouve, zu den Bergen Piton d´Anchaing und Piton des Neiges oder zum Aussichtspunkt Terre Plate.

Der tropische Regenwald von Bélouve ist als Bioreservat deklariert und beheimatet zahlreiche endemische Pflanzen wie Baumfarn, Bergtamarin und Orchideen. Durch den Bergtamarindenwald führt der Weg durch die Schlucht Trou de Fer zum mitreißenden Aussichtspunkt, wo der Blick auf die tosenden Wasserfälle gerichtet ist, die sich aus 300 m Höhe in die Tiefe stürzen.

Das zweite kreolische Dorf im Talkessel ist Grand-Ilet, ebenfalls ein Ausgangspunkt für traumhafte Wanderungen, z.B. zum Roche Ecrit oder zum Aussichtspunkt La Fenêtre.

Highlights Norden

Saint-Denis

  • Kreolische Herrenhäuser
  • Arthotek: Museum für zeitgenössische Kunst
  • Museum Léon Dierx, moderne Kunst
  • Kathedrale (Historisches Monument)
  • Rathaus im neoklassizistischen Stil
  • Moschee Noor-e-Islam
  • Tamilischer Tempel Shri Kali Kampal
  • Jardin de l`Etat (Staatsgarten, historisches Monument)
  • Uferpromenade Barachois

Sainte-Suzanne

  • Wasserfall Niagara
  • Le Domaine du Grand Hazier/ Vanilleraie: Das kreolische Landgut Grand Hazier gehört zum historischen Kulturerbe der Insel. Das große Anwesen ist eingebettet in einen Park mit vielen Gärten, darunter ein hundertjähriger Obstgarten mit einer Vielzahl von einheimischen Bäumen und eine weitläufige Allee. Hier findet sich das immer noch betriebene Zuckerunternehmen Chassagne. Ein weiteres Highlight wartet mit La Vanilleraie, dem Betrieb zur Herstellung von Vanille mit großer Vanilleplantage. Eine geführte Besichtigung bringt die Geschichte des Vanilleanbaus auf der Insel näher und rückt Edmond Albius, den Erfinder des speziellen Bestäubungsverfahrens für die Bourbon-Vanille, in den Fokus. Die Vanillepflanze wird, ebenso wie die Verarbeitung der Schoten, ausführlich erklärt. Nur hier wird die echte Bourbon-Vanille auch verkauft.

Highlights Süden/Südküste

Saint-Joseph

  • Cascade Langvin: Am Fluss Langevin wartet die Cascade Langvin (auch Cascade de Grand Galet). Dieser Wasserfall bietet ein einmaliges Naturschauspiel, wenn er sich von den steilen Felsen hinunterstürzt und sich dabei mehrfach zu den Seiten hin teilt. Wer schon einmal da ist, kann auch die Cascade du Troir besuchen, die über ein Badebecken verfügt.
  • Far Far de Bezaves: Beeindruckender Landwirtschaftsbetrieb auf den Höhen von Saint-Joseph, der bekannt ist für den Anbau von Vetiver-Gras, eine Spezialität von La Reunion.
  • Plaine des Grégues: Anbau von Safran und das Haus des Kurkuma
  • Manapany-les-Bains: Reizender Badeort mit Meerwasserschwimmbecken aus Basalt

Saint-Louis (les Makes)

  • Musée des arts décoratifs de l’océan Indien (MADOI): Das Kunstgewerbemuseum des Indischen Ozeans bietet einen Streifzug durch Kunst- und Kulturgeschichte anhand von Kunstobjekten, Möbeln, Textilien, chinesischem Porzellan und lädt die Besucher zu zahlreichen Aktionen ein, um tiefer in die Kulturgeschichte einzutauchen. Seinen Platz hat dieses Museum passenderweise auf dem Gutshof „Maison Rouge“, der letzten Kaffeeplantage aus dem 18. Jahrhundert, gefunden, der unverfälschte Einblicke in das Leben und Arbeiten auf einer Kaffeeplantage gibt und die geschichtliche Bedeutung des Kaffees auf der Insel vermittelt.
  • Zuckerfabrik Gol: Von Juli bis Dezember Führungen durch die Produktion
  • Hindutempel Gol (Historisches Monument)
  • Sternwarte
  • Hochebene von Les Makes
  • Aussichtspunkt Makes-Fenster: Panoramablick auf den Talkessel Cilaos

Saint-Philippe

  • Jardin des Parfum et des Epices: Im Wald von Mare Lounge, auf einem 800 Jahre alten Lavastrom, wartet ein duftendes Highlight auf die Besucher. Der 1989 eröffnete Privatgarten ist ein Fest für die Sinne mit mehr als 1.500 Pflanzen. Etliche Parfumpflanzen sind hier zu bestaunen und zu riechen, darunter Geranie, Vetiver, Ylang-Ylang. Ebenso dürfen Gewürzpflanzen wie Vanille, Kardamom, Nelke nicht fehlen. Weiter finden sich Palmen, Farne und Orchideen sowie Obstbäume
  • Engländerbrunnen mit Naturschwimmbad
  • Das böse Kap: Herrliche Meereslandschaft mit zerklüfteter Basaltküste
  • Lavatunnel bei Grand Brûlé

Saint-Pierre

  • Rum-Museum La Saga du Rhum mit der ältesten Brennerei: Die Geschichte des Rums auf der Insel wird in der ältesten familiär betriebenen Destillerie Isautier, die 1845 gegründet wurde, praxisnah erzählt. Vom Herstellungsprozess über die Bedeutung des Rums auf der Insel, die eng mit dem Zuckerrohranbau verknüpft ist, bis zur Verköstigung der fertigen Produkte, die zahlreiche Rum-Varianten und Rumgetränke umfassen, ist der Besuch ein Erlebnis für alle Sinne.
  • Villa Adam de Villiers (1730), Villa Montais de Narbonne (1820)
  • Chinesischer Tempel Guan Di
  • Achteckige Markthalle aus dem 19. Jahrhundert
  • Radoub-Becken (Historisches Monument)
  • Domaine du Cafe Grill: Botanischer Garten und Kaffeerösterei

Le Tampon

  • Plaine des Cafres (Hochebene)
  • Maison du Volcan: Das Vulkanmuseum auf der Hochebene Plaine des Cafres im Ort Bourg Murat bietet Interessierten das ganze Spektrum Hintergrundwissen zu Vulkanen, Entstehung, Aktivität. Es versteht sich als Lern- und Wissenschaftszentrum. Auf 6.000 qm Fläche finden sich neben zahlreichen Modellen und Anschauungsobjekten hochtechnisierte, interaktive Stationen, die Infos mit allen Sinnen erlebbar machen. Dazu gehören u.a. der 270 ° Vorführsaal, das 4D Kino, der multisensorische Lavatunnel und Soundeffekte.
  • Route du Vulcan
  • Museum Maison de l´Ananas: Auf den Hügeln vor Saint-Pierre können sich Besucher ein ausführliches Bild von der bedeutendsten Frucht der Insel, der Victoria-Ananas, machen. Das Haus der Ananas präsentiert sich als authentisches Freilichtmuseum auf einem vier Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb, in dem sich alles um die Ananas dreht. Weite Ananasfelder, Führungen durch die verschiedenen Arbeitsbereiche, Verköstigung von frischem Ananassaft stehen auf dem Programm.

Sehesnwürdigkeiten im Osten von La Reunion

Takamaka Tal

Das Takamaka Tal in 800 m Höhe begeistert die Besucher im Osten der Insel auf dem Gebiet der Gemeinde Saint-Benoit. Eine tropische Oase inmitten unberührter Natur lässt den Atem stocken. Das Tal, durch das sich der Marsouins-Fluss schlängelt, zählt zu den regenreichsten Orten der Erde. An den Oberkäufen der fünf Wasserfälle wurden daher Wasserkraftwerke errichtet. Vom den Aussichtspunkten eröffnen sich dem Betrachter der majestätische Piton des Neiges und die Felswälle des Talkessesels Cirques de Mafate.

Saint-Andre

  • Temple du Colosse
  • Tempel Petit Bazar
  • Haus Martin Valliamée
  • Museum „Dan Tan Lontan“
  • Freizeitpark Parc du Colosse

Sehenswürdigkeiten Westen/Westküste

Saint-Gilles-les-Bains

  • Aquarium de La Reunion: Im Yachhafen von Saint-Gilles findet sich das große Aquarium der Insel auf einer künstlichen Insel gelegen. Auf verschiedenen Parcours lernen die Besucher die Pflanzenwelt der Lagune, an den Steilwänden im Meer, die bunte Welt der Meerestiere mit nahezu 500 Arten, darunter Haie, Langusten, Stachelmakrelen, Seepferdchen und ca. 200 Arten Korallen, die im Riff um die Insel leben, kennen.
  • J´ardin d´Eden: Der tropische und ethno-botanische englische Landschaftsgarten bietet auf einer 2,5 Hektar großen Fläche rund 700 Pflanzenarten, darunter Bäume, Gewürze, tropische Pflanzen.

Saint-Leu

  • Kapelle Notre Dame de La Salette, erbaut 1859, bedeutende Pilgerstätte
  • Nationales Botanikmuseum Mascarin: Der Schutz und die Erhaltung der endemischen Pflanzenarten stehen im Zentrum der Museumsarbeit. Auf neun Hektar Fläche sind mehrere Themengärten angelegt, in denen typisch reunionesische Kaffeepflanzen, tropische Früchte, Kakteen, Farne und Orchideen bewundert werden können.
  • Museum Stella Matutina: Anbau- und Industriegeschichte Zuckerrohr
  • Schildkrötenfarm Kélonia: Forschungszentrum für Meeresschildkröten
  • Landzunge des Salzes: Naturschutzgebiet mit Salzmuseum
  • Le Souffleur – Pointe au Sel: Die Lavaströme des Piton Neiges haben einzigartige Felsklippen geschaffen, die an der Küste von Saint-Leu an der Pointe au Sel mit einer fantastischen Unterwasserhöhle aufwarten, aus der eine riesige Gischt-Fontäne durch eine Einbruchstelle im Gewölbe aufsteigt.

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